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Wir werden jünger!

Zum 22. Mal wird Eberswalde in diesem Herbst zum Schauplatz eines internationalen Filmfestivals,
der Provinziale. Damit sind wir längst im Erwachsenenalter angekommen und einige Provinzialisten,
die zur Gründung dieses attraktiven Kulturformats noch als junge Meschen angesprochen werden
konnten, sind es nun nicht mehr. Dennoch kann 2025 als Jahr der Verjüngung in die
Festivalgeschichte eingehen. Denn nicht nur stoßen immer wieder neue Menschen in das Team vor,
in diesem Jahr kann auch die Jugendfilmarbeit des Sehquenz e.V. einen echten Höhepunkt
verzeichnen. Eine Auswahl der kleinen Filmwerke, die dank einer Förderung der Ostdeutschen
Sparkassenstiftung und der Sparkasse Barnim in diesem Jahr entstanden sind, kann deshalb in einem
eigenen Jugendfilmnachmittag gewürdigt werden. Zudem gibt es eine Sondervorstellung mit dem
Spielfilm „Das Zeitvermächtnis“ von drei Eberswalder Nachwuchsfilmern.
Das 15-köpfige Team hat unterdessen ca. 550 Einsendungen aus 57 Ländern gesichtet, diskutiert und
zu einer Wettbewerbsauswahl zusammengestellt. 33 Filme haben es in den Wettbewerb geschafft,
darunter je sieben lange Dokumentarfilme und Kurzdokumentationen, acht Animationen sowie elf
Kurzspielfilme. Die Wettbewerbsfilme kommen aus 18 Ländern, u.a. aus der Schweiz, Bulgarien,
Kuba, Griechenland, Spanien, aus Belgien, Deutschland, Argentinien, Frankreich, Italien, Kanada, der
Slowakei, aus Polen, Russland, Estland, Portugal, Dänemark und dem Iran. Es sind nicht nur
sehenswerte Filme, sie vertiefen auch unser Verständnis der Beziehung von Mensch und Raum und
aller damit verbundenen Themen: Sesshaftigkeit und Landnutzung, Tourismus, Migration, Krieg und
Frieden.
2025 bieten wir zudem noch mehr Sonderprogramme: Mit „Hanami“ von Denise Fernandes haben
wir am Sonntag einen Spielfilm außerhalb des Wettbewerbs auf dem Programm. Zudem freuen wir
uns auf eine neue Ausgabe der „Nacht des Bauernfilms“ mit Antje Schiffers und Thomas Sprenger
sowie auf „Von Icke bis Platt“, eine Dokumentation von Gerald Backhaus darüber „wie in Berlin und
Brandenburg ursprünglich gesprochen wird“. Das beliebte Kinderprogramm am Sonnabendvormittag
im Rahmen von „Guten Morgen Eberswalde“ steht natürlich ebenso auf dem Plan für die
Festivalwoche.
Neu ist auch die Provinziale-Netzwerkstatt für Filmschaffende und Kreative (mit Anmeldung), die in
diesem Jahr erstmals auf Initiative von Sarah Sandring und Tobias Jall stattfinden wird. Dadurch wird
das Filmfest auch zu einem Begegnungsort für die Filmproduktion in unserer Region.
Der Kreis der Förderer und Sponsoren der Provinziale ist vielfältig. Neben dem Medienboard Berlin-
Brandenburg konnten wir uns immer auf die Unterstützung des Landkreises Barnim sowie vieler
städtischer Unternehmen verlassen – z.B. auf das Autohaus an der Wilhelmsbrücke oder die Bäckerei
Wiese. Seit dem letzten Jahr freuen wir uns über eine großzügige Unterstützung durch die EWE-
Stiftung, durch die Spielraum für die o.g. Erweiterungen unseres Programms entsteht. Als neue
Kooperationspartner sind die Kochkommode und die Krumme Gurke hinzugekommen. Wir freuen
uns sehr über alle, die zum Gelingen des Filmfestes beitragen.

PROVINZIALE

Die Provinziale ist ein internationales Filmfestival, das sich auf Filme konzentriert, die einen Bezug zu Heimat, Landschaft, Stadt und Land – also im weitesten Sinne zur Provinz – haben.

Das Festival zeigt Dokumentarfilme, Kurzspielfilme und Animationsfilme in vier Wettbewerben und wird durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Musik und Filmgesprächen ergänzt.